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Gold hält sich über der 4.000-Dollar-Marke

Nach dem Rekord bei 5.598 Dollar im Januar hat sich der Goldpreis um 26 Prozent korrigiert. Die 4.000er-Marke gilt nun als entscheidende Unterstützung.

Von Marcus Reinhardt·15. Juli 2026·5 Min. Lesezeit
Gold hält sich über der 4.000-Dollar-Marke
Illustration: Das Handelsjournal

Der Goldpreis hat sich am Mittwoch oberhalb der psychologisch wichtigen Schwelle von 4.000 Dollar je Feinunze behauptet. Zeitweise wurde das Edelmetall bei rund 4.060 Dollar gehandelt. Damit bleibt Gold stabil über einer Marke, die Marktbeobachter charttechnisch als entscheidende Unterstützung werten. Ein nachhaltiges Unterschreiten könnte weitere Verkäufe auslösen, während das Halten der Linie den zuletzt strapazierten Markt beruhigt.

Trotz der jüngsten Stabilisierung notiert Gold weiterhin deutlich unter seinem Rekordhoch. Am 29. Januar dieses Jahres hatte die Feinunze bei etwa 5.598 Dollar ihren bisherigen Höchststand markiert. Vom Allzeithoch aus betrachtet summiert sich der Rückgang auf rund 26 Prozent – eine ausgeprägte Korrektur, die den Preis binnen weniger Monate spürbar zurückgeworfen hat.

Hintergrund des vorangegangenen Preisrückgangs ist die angespannte Lage in der Straße von Hormus. Seit Ende Februar blockiert Iran die strategisch bedeutende Wasserstraße, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Öltransports abgewickelt wird. In der Folge zogen die Energiepreise global spürbar an und heizten den allgemeinen Preisauftrieb weiter an.

Die Teuerung machte sich zuletzt auch in den Vereinigten Staaten bemerkbar: Im Juni kletterte die Inflationsrate auf 4,2 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Die daraus erwachsenden Zinserwartungen belasteten zinslose Anlagen wie Gold zusätzlich, da höhere Zinsen die Attraktivität des Edelmetalls im Vergleich zu verzinsten Anlageformen mindern.

Ungeachtet der Korrektur bleibt Gold ein zentrales Krisen- und Inflationsbarometer. Gerade in einem Umfeld geopolitischer Spannungen und erhöhter Teuerung behält das Edelmetall seine Funktion als Wertspeicher – und dürfte im Fokus der Anleger bleiben.

Dieser Beitrag erschien in der aktuellen Ausgabe unter der Rubrik Rohstoffe.

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