Bitcoin stürzt auf 21-Monats-Tief – Großinvestoren nutzen die Schwäche
Nach ETF-Abflüssen von 4,5 Milliarden Dollar fällt Bitcoin auf 57.950 Dollar. Whale-Wallets kaufen antizyklisch mehr als 270.000 Coins.
Der Bitcoin hat zu Beginn des Monats Juli einen der schwächsten Momente seiner jüngeren Geschichte durchlebt. Die älteste und bekannteste Kryptowährung fiel auf ein 21-Monats-Tief von 57.950 US-Dollar, bevor sie sich zeitweise wieder über die Marke von 65.000 Dollar erholte. Der Rückschlag setzt eine Entwicklung fort, die den Markt seit Wochen belastet.
Bereits der Juni endete für Anleger enttäuschend: Mit einem Minus von über 20 Prozent verzeichnete Bitcoin den steilsten Monatsrückgang seit Juni 2022. Wesentlicher Treiber der Verkaufswelle waren die börsengehandelten US-Spot-ETFs, aus denen im Juni rund 4,5 Milliarden Dollar abflossen – der schwächste Monat seit der Einführung dieser Produkte im Januar 2024.
Während viele Privatanleger die Nerven verloren, zeigte sich am Markt zugleich eine bemerkenswerte Gegenbewegung. Sogenannte Whale-Wallets, die Konten großer Investoren, kauften innerhalb von nur zwei Wochen mehr als 270.000 Bitcoin im Gegenwert von rund 16,7 Milliarden Dollar – und das nahezu am Tiefpunkt. Solche antizyklischen Käufe werden von Beobachtern häufig als Vertrauensbeweis in eine längerfristige Erholung gedeutet.
Für den weiteren Kursverlauf blicken Analysten nun auf eine entscheidende technische Marke. Gelingt ein Wochenschlusskurs oberhalb der Widerstandszone um 65.500 Dollar, sehen einige Beobachter Spielraum bis zu einem Kursziel von 82.000 Dollar. Scheitert der Ausbruch hingegen, droht ein Rückfall bis in den Bereich von 42.000 Dollar.
Anleger sollten die ausgeprägte Volatilität im Blick behalten. Kryptowerte gelten als hochspekulativ und eignen sich nur für Investoren, die entsprechende Kursschwankungen und mögliche Totalverluste verkraften können.