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Börse: Dax mit Verlusten, Dow und Nasdaq im Minus, Siemens Energy Aktie bricht ein

Dieser Ausdruck wurde am 02.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch…

31. August 2026

Dieser Ausdruck wurde am 02.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen

Die erneute Zuspitzung der Lage im Nahen Osten hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag Verluste eingebrockt. Die Öl- und Gaspreise stiegen kräftig. Gleichzeitig legten auch die Zinsen an den Anleihemärkten spürbar zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren. In dieser Gemengelage waren Aktien nicht gefragt, Anleger strichen vielmehr Kursgewinne ein.

Der Dax gab um 1,2 Prozent auf 26.258 Zähler nach. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex knapp über 26.600 Punkten eine weitere Bestmarke aufgestellt. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montag 0,9 Prozent auf 32.724,55 Punkte.

„Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte“, schrieb Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank. Zudem müsse der Dax mit dem beginnenden September als historisch schwächstem Börsenmonat des Jahres erst noch zeigen, ob er gegen diesen saisonalen Trend weiter steigen könne.

Alle Indizes, Fonds und Aktien auf einen Blick:

Größter Verlierer im Dax waren Siemens Energy mit einem Abschlag von 5 Prozent. Auslöser war ein Medienbericht, demzufolge Elon Musk zur Stromversorgung für eigene Rechenzentren mit SpaceX in den Bau von Gasturbinen einsteigen will.

Am deutschen Aktienmarkt standen vor allem zinssensible Werte aus der Immobilien- und Technologiebranche unter Druck. So büßten die Immobilienaktien Aroundtown, TAG Immobilien und Vonovia bis zu 3,6 Prozent ein. Für erstere senkte zudem die US-Investmentbank Goldman Sachs ihr Kursziel deutlich.

Das Geschäftsmodell von Immobiliengesellschaften basiert stark auf Fremdfinanzierung. Steigen die Renditen an den Kapitalmärkten, steigen also tendenziell auch die Finanzierungskosten der Unternehmen. Zudem erschweren hohe Zinsen Verkäufe aus dem Bestandsportfolio ebenso wie Käufe.

Klar kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es nur aus dem Nebenwerte-Index SDax. Die Aktien von OHB zogen dank eines Großauftrags um 8,3 Prozent an. Damit führte der Raumfahrtkonzern die Gewinnerliste an – auch im bisherigen Jahresvergleich ist er mit einem Kursplus von 74 Prozent ganz vorn mit dabei.

Hinter OHB reihte sich am Montag Sto mit einem Kursanstieg von 5,7 Prozent ein. Der Halbjahresumsatz und mehr noch der operative Gewinn (Ebit) des Farben- und Dämmstoffspezialisten fielen trotz des starken Wettbewerbs und gestiegener Kosten höher als vor einem Jahr aus. Die Prognose für 2026 bestätigte Sto.

Für die Aktien von Bayer ging es gegen den Markt um 0,8 Prozent hoch. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern hatte am Sonntag beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie mitgeteilt, dass sein Herz- und Nierenmedikament Kerendia auch Patienten mit hypertensiver Nephropathie helfen könne. Das ist eine Nierenschädigung, die durch chronischen Bluthochdruck entstehen kann.

Nach den Verlusten am Freitag zeichnet sich an den US-Aktienmärkten ein von Zurückhaltung geprägter Start in die Woche ab. Getrübt wird die Stimmung von der erneuten Zuspitzung im Iran-Krieg, was den Ölpreis wieder anziehen ließ und Inflationssorgen schürte.

Der mit Standardwerten bestückte Dow Jones Industrial lag zuletzt 0,6 Prozent niedriger bei 53.296 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 notierte 0,2 Prozent im Minus bei 29.424 Zählern. Der S&P 500 verbuchte einen Abschlag von 0,5 Prozent.

Unter den sogenannten Magnificent Seven, den sieben größten Techgiganten der USA, stiegen Nvidia zuletzt um 0,7 Prozent und Meta um 0,5 Prozent. Die anderen fünf Mitglieder, Tesla, Alphabet, Amazon, Apple und Microsoft verbuchten indessen Verluste von bis zu 0,9 Prozent.

Die Titel der Öl-Firmen um Chevron, ExxonMobil und Halliburton zwischen zwei und 3 Prozent.

Der Ölpreis ist am Montag nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und Iran gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November legte um 1,5 Prozent auf 90,77 US-Dollar zu. Zeitweise war die Notierung im frühen Handel bis knapp unter 91 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit einer Woche.

Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Irankriegs erschweren, heißt es in einer Einschätzung vom Handelshaus Pepperstone. Allerdings habe sich der Preisanstieg am Ölmarkt in Grenzen gehalten. „Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es wenig Neigung zu geben, den Rohölpreis signifikant nach oben zu treiben“, schreiben die Experten.

Erstmals seit Ende Juli haben die US-Streitkräfte wieder Ziele in Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der Straße von Hormus ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Iran reagierte umgehend mit Vergeltungsangriffen auf Stützpunkte des US-Militärs.