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Börse: Dax mit Verlusten, VW fliegt aus EuroStoxx 50, Gea-Aktie unter Druck, Dell und Uber im Fokus

Dieser Ausdruck wurde am 02.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch…

02. September 2026

Dieser Ausdruck wurde am 02.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen

Der anhaltende Aufwärtstrend bei den Ölpreisen belastet den Dax auch am Mittwoch. Zuletzt notierte der Dax ein Minus von 0,3 Prozent und stand bei 25.888 Punkten. Damit entfernt sich der deutsche Leitindex vorerst weiter von der viel beachteten Marke von 26.000 Punkten. Vom Rekordhoch bei 26.618 Punkten ist der Dax bislang schon um rund 2,5 Prozent zurückgefallen.

Der MDax der mittelgroßen Werte verbuchte sogar einen noch stärkeren Abschlag und lag mit minus 0,8 Prozent bei 31.923 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte dagegen etwas höher als zum Vortagsschluss.

Die USA und Iran greifen sich weiter gegenseitig an, was die Ölpreise nach oben treibt. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Flugabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionswächter sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen. Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Diese Staaten sind mit Washington verbündet und beherbergen US-Militärstützpunkte.

Alle Indizes, Fonds und Aktien auf einen Blick:

Am deutschen Aktienmarkt könnte Volkswagen(VW) unter Abgabedruck geraten. Der Autobauer muss den EuroStoxx 50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekanntgab. Angesichts der Krise der Wolfsburger ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast zwei Dritteln. Überraschend kommt der Abstieg aus dem europäischen Leitindex einem Händler zufolge nicht. Die Aktie lag zuletzt mehr als ein Prozent im Minus.

Zudem müssen unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport und der Autozulieferer Aumovio den marktbreiten Stoxx Europe 600 verlassen. Die Aktien verbuchten Verluste von 0,3 und 1,9 Prozent.

Bei den Aktien von Adidas zeichnet sich eine Kurserholung ab. Die britische Investmentbank Barclays nahm die Bewertung des Sportwarenherstellers mit einer positiven Anlageempfehlung auf. Die neu verantwortliche Analystin Viktoria Petrova sieht insbesondere die Innovationstage der Herzogenauracher am 23. und 24. September als Kurstreiber. Zuletzt notierte das Papier mehr als ein Prozent im Plus.

Derweil hob Chris Hallam von der US-Investmentbank Goldman Sachs sein Votum für die Titel der Deutschen Bank an und rät nun zum Kauf. Er sieht die Frankfurter am Beginn einer „Ära höherer Profitabilität“ und betonte zudem die günstige Bewertung.

An den Aktienmärkten in Übersee sieht es noch düsterer aus: In New York war am Dienstag vor allem die Technologiebörse Nasdaq unter Druck geraten. Sie fiel um 1,3 Prozent auf 29.077 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,7 Prozent auf 7631 Zähler nach unten. Der Dow Jones Industrial sank um 0,8 Prozent auf 52.766 Punkte. Der Leitindex hatte bereits zu Wochenbeginn Federn gelassen.

Unter den Einzelwerten gewannen Apple an der Dow-Spitze 2,6 Prozent. In seiner ersten Ansprache an die Mitarbeiter als deren neuer Chef hob John Ternus die starke Produktpipeline des Technologiekonzerns hervor und kündigte für nächste Woche eine „phänomenale iPhone-Markteinführung“ an. In Medienberichten ist bereits von dem Einstieg von Apple ins Geschäft mit faltbaren Smartphones die Rede gewesen.

Die Aktien von Fervo Energy schnellten um mehr als 28 Prozent in die Höhe. Als Antrieb erwies sich eine Stromliefer-Vereinbarung mit der Alphabet-Tochter Google.

Ölpreise und Tech-Ausverkauf setzen Asienbörsen unter Druck

Die Börsen in Fernost sind am Mittwoch unter Druck gekommen. Auffallend stark ging es dabei an den technologielastigen Märkten nach unten.

Der technologielastige japanische Nikkei 225 knickte angesichts dieser Rahmenbedingungen um 2,9 Prozent auf 64.325 Punkte ein. Der von Halbleiterwerten dominierte südkoreanische Kospi büßte sogar knapp 4 Prozent ein. Nicht ganz so stark waren die Abgaben an den übrigen Börsen. Der chinesische CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen sank zuletzt um 1,2 Prozent. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor 0,3 Prozent.

Versorgungsängste angesichts der sich wieder verschärfenden Spannungen in Nahost haben die Ölpreise am Mittwoch in ​Richtung 100 Dollar getrieben. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das ‌US-Öl WTI stiegen in der Spitze um jeweils rund 2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass. Das ist der höchste Stand seit dem 24. Juli. Schon am Dienstag waren die Ölpreise nach gegenseitigen ​Angriffen der USA und des Iran um rund 5 Prozent in die ⁠Höhe ⁠geschossen.

„Die Entwicklungen der letzten Tage haben die Risiken für die regionale Ölversorgung wieder in den Fokus gerückt“, erläuterten die Analysten von ING ‌in einem Kommentar. Der Nahostkrieg hat Öl ​in den ‌vergangenen Monaten stark verteuert und Inflations- und Zinssorgen geschürt. Ende April war der Brent-Preis in der Spitze auf 126 Dollar je Fass geklettert. Durch die wichtige Meerenge von Hormus ‌wurden vor Beginn des Konflikts Ende Februar rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen transportiert.

„Solange es keine eindeutigen ‌Beweise dafür gibt, dass Verhandlungen ​zu einer dauerhaften Lösung ‌führen können und dass die normalen Ölströme durch ‌die ​Straße von Hormus wiederkehren, dürfte die Risikoprämie für Rohöl weiterhin hoch bleiben“, prognostizierte Priyanka Sachdeva, ​Leiterin der Marktanalysen bei ⁠Phillip Nova.