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Börse: Dax schließt unter 25.000 Punkten, Infineon und Siemens Energy mit Verlusten

Dieser Ausdruck wurde am 16.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch…

16. Juli 2026

Dieser Ausdruck wurde am 16.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen

Zunächst war Dax am Donnerstag kaum verändert bei 25.008 Punkten in den Handel gestartet, dann drehte er ins Minus: Zuletzt notierte der Leitindex 0,6 Prozent leichter bei 24.874 Punkten. Am Vortag hatte der Dax minimal unter 25.000 Punkten geschlossen. Sein Eurozonen-Pendant, der EuroStoxx 50, gab zuletzt 0,3 Prozent auf 6247 Zähler ab, der MDax verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 32.004 Punkte. An der Wall Street hatten die wichtigsten Aktienindizes am Mittwoch den Handel uneinheitlich beendet.

Papiere von Brenntag, BASF und Heidelberg Materials führten die Gewinnerliste mit moderaten Aufschlägen zwischen 0,7 und 0,6 Prozent an.

„Die Luft im Dax ist raus, solange nicht mehr Klarheit über den Nahostkonflikt besteht“, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst bei der Consorsbank. Außerdem sorgten sich die ​Anleger über die Berichtssaison. Zwar erwarteten sie, dass deutsche Unternehmen abermals ihre Widerstandskraft ⁠gegenüber ⁠höheren Energiepreisen unter Beweis stellen werden. „Aber Resilienz allein genügt nicht, um die bisher einjährige Seitwärtsspanne im Dax wirklich nachhaltig nach oben ‌aufzulösen.“

Alle Indizes, Fonds und Aktien auf einen Blick:

Solange der „erbitterte Kampf“ zwischen Optimisten und Pessimisten um die 25.000-Punkte-Marke nicht entschieden sei, bleibe die zukünftige Richtung des Börsenbarometers unklar, ergänzte Thomas Altmann von QC Partners. Trotz der anhaltenden gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran im Nahen Osten gingen die Märkte weiterhin von einer „nur kurzen Eskalationswelle“ und der baldigen Wiederaufnahme von Verhandlungen aus.

Siemens-Aktie dreht nach ABB-Zahlen ins Minus

Impuls könnte die Quartalsberichtssaison des Unternehmens setzen, die allerdings erst in der nächsten Woche allmählich Fahrt aufnimmt. Die vorbörslich positiv erfassten Geschäftszahlen der schweizerischen ABB zogen den Aktienkurs von Siemens zunächst etwas nach oben, dann drehten Siemens-Titel mit 0,4 Prozent auf 56,60 Euro ins Minus. Am Index-Ende verloren Eon, Infineon, Siemens Energy und RWE zwischen 2,1 und 2,3 Prozent an Wert.

Zudem berichtete der Finanzdienstleister Hypoport für das erste Halbjahr eine Stagnation in der privaten Immobilienfinanzierung. Nach dem Zinsanstieg infolge des Irankriegs hatten viele Verbraucher im ersten Quartal noch schnell Kredite abgeschlossen, berichtete das Unternehmen. Dieser Vorzieheffekt geht nach Zulasten des zweiten Quartals. Aktien von Hypoport rutschten zuletzt um 3,8 Prozent auf 85,80 Euro ab.

Delivery-Aktie notiert deutlich unter Übernahmeangebot

Beim Essenslieferdienst Delivery Hero sorgte die nun offiziell vorliegende Übernahmeofferte des US-Fahrdienstvermittlers Uber zunächstfür einen kräftigen Kursanstieg. Zuletzt aber drehten Delivery-Aktien mit rund 1 Prozent auf 37,82 Euro ins Minus. Sie lagen damit deutlich unter dem Angebotspreis von 41,50 Euro. Mit anderen Worten: Eine ganze Reihe von Aktionäre sehen die Übernahme offenbar noch nicht in trockenen Tüchern.

Für klare vorbörsliche Kursbewegungen sorgt ansonsten Analystenaussagen. Die Aktien von Knorr-Bremse zogen an, nachdem die US-Bank JPMorgan ihnen den Stempel „Positive Catalyst Watch“ aufgedrückt hatte. Damit gab Experte Akash Gupta seine optimistischen Erwartungen für die Ende Juli anstehenden Quartalszahlen des Bremsenspezialisten Ausdruck.

Beim Auto- und Industriezulieferer Schaeffler zeichnen sich noch deutlichere Gewinne ab. Die Schweizer Bank UBS strich ihr Verkaufsvotum für die Aktien und stuft diese nun mit „Neutral“ ein.

Schwächere Inflationsdaten und ein stärkerer Auftakt der US-Bilanzsaison haben die Anleger an der Wall Street am Mittwoch in Kauflaune versetzt. Der Dow Jones schloss 0,3 Prozent höher bei 52.659 Punkten. Der ​breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,4 Prozent auf 7572 Zähler vor. Dagegen fiel der technologielastige Nasdaq 100 um 0,3 Prozent auf 29.502 Punkte.

Überraschend gesunkene Erzeugerpreise schürten die Hoffnung, dass die US-Notenbank Fed von weiteren Zinserhöhungen absehen könnte. Am Dienstag hatten unerwartet niedrige Verbraucherpreise für Erleichterung gesorgt. Die Finanzmärkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME nun eine Zinserhöhung im laufenden Monat mit einer Wahrscheinlichkeit von 10,2 Prozent ein. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 31 Prozent.

Die Ölpreise haben am Donnerstag trotz erneuter Angriffe im Iran-Konflikt nicht weiter gelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 84,78 US-Dollar, das waren 0,20 Prozent weniger als am Vortag. Die Ölpreise haben sich damit nach einem dreitägigen kräftigen Anstieg stabilisiert.

Allein am Mittwoch hatte das US-Militär zwei weitere Angriffswellen gegen den Iran gestartet. Die jüngste begann um 15.00 Uhr US-Ostküstenzeit (21.00 Uhr deutscher Zeit) und endete sechs Stunden später, wie das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mitteilte.

Angegriffen wurden demnach Kommandozentren, Flugabwehrstellungen und andere militärische Ziele. Mit den Angriffen seien die Fähigkeiten des Irans eingeschränkt worden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu bedrohen. Kurz nach Beginn der Angriffswelle auf Ziele im Iran waren in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain wieder Sirenen und Explosionsgeräusche zu hören.