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+++ Iran-Krieg +++: USA haben am Abend neue Welle gestartet: Fünfter Tag in Folge Angriffe gegen Iran

4. # Iran-Krieg: Neue US-Angriffe gegen Iran – den fünften Tag in…

16. Juli 2026

4. # Iran-Krieg: Neue US-Angriffe gegen Iran – den fünften Tag in Folge

US-Kampfflugzeuge vom Typ Lockheed Martin F-35B der US-Marine: Das amerikanische Militär hat den Iran erneut aus der Luft angegriffen. Foto: Kendall Torres Cortés/dpa

Iran dementiert Freilassung von US-Gefangenem

Die iranische Justiz dementiert die Freilassung eines US-Gefangenen sowie einen Gefangenenaustausch, wie staatliche Medien melden. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, eine 2024 während der Amtszeit von Präsident Joe Biden festgenommene US-Bürgerin sei freigekommen. Eine Überprüfung habe ergeben, dass weder ein verurteilter US-Gefangener, noch eine der Spionage für die USA beschuldigte Person, noch ein anderer amerikanischer Häftling, auf die Trumps Beschreibung zutreffe, freigelassen oder im Rahmen eines Austauschs überstellt worden sei, teilt die Behörde mit.

Neue US-Angriffe gegen den Iran – den fünften Tag in Folge

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben den fünften Tag in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 14.00 Uhr US-Ostküstenzeit (21.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen.“ Das US-Militär hatte erst am Mittwoch erneut und in zwei Wellen den Iran angegriffen.

Teheran reagierte mit Beschuss auf Ziele in der Region – unter anderem meldeten die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain Angriffe. Auch Jordanien meldete erneuten Beschuss aus dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran diese Woche einmal mehr mit Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht. Auf die Frage einer Journalistin, ob er dem Iran ein Ultimatum gebe, bevor das US-Militär mit Bombenangriffen auf Brücken beginnen würde, sagte Trump am Mittwoch: „Ich mag es nicht, Fristen zu setzen.“

Karoline Leavitt: Iran will weiter Abkommen mit den USA

Der Iran soll nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert sein. „Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Leavitt vor der Hauptstadtpresse in Washington. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Präsident Donald Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife.

Syrien unterbindet Waffenlieferung an Hisbollah-Miliz

Die syrischen Behörden haben nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana eine Waffenlieferung für die Hisbollah-Miliz im Libanon abgefangen. Der Lkw, der an der syrisch-irakischen Grenze gestoppt worden sei, habe fortschrittliche Waffen und Raketen transportiert, berichtete Sana am Donnerstag unter Berufung auf eine ungenannte Quelle im Innenministerium. Eine vorläufige Untersuchung deute daraufhin, dass die Waffen für die Hisbollah gedacht waren.

Insider: Iran fordert Huthi-Miliz zu Vorbereitung von Blockade am Roten Meer auf

Iran hat die Huthi-Rebellen im Jemen Insidern zufolge aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angriffen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtigste Route durch die Straße von Hormus bereits vom Iran blockiert wird. Die Pläne wurden in der Führung der Islamischen Republik diskutiert und an die verbündeten Huthis übermittelt, hieß es aus iranischen und regionalen Kreisen. Einem Insider aus dem Umfeld der Huthi-Miliz zufolge haben die Rebellen ihre Vorbereitungen für Angriffe auf die Schifffahrt abgeschlossen. Sie hätten Raketen und Drohnen nahe der Meerenge Bab al-Mandab stationiert und warteten auf weitere Befehle. Die Entscheidung über eine Sperrung der Meerenge liege bei Vertretern der iranische Revolutionsgarde, die sich im Jemen aufhielten.

Kuwait meldet erneuten Beschuss aus dem Iran

Kuwait ist erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Das Militär des kleinen Golfemirats, in dem US-Truppen stationiert sind, teilte am Donnerstag mit, die Flugabwehr fange aktiv Beschuss aus der Islamischen Republik ab.

Im Streit um die Kontrolle über die Straße von Hormus haben die USA ihre Angriffe auf Ziele im Iran in den vergangenen Tagen ausgeweitet. Teheran reagiert mit vermehrten Angriffen auf Ziele in Nachbarstaaten.

Fünf Tote im Gazastreifen – Beobachter verzeichnen Zunahme israelischer Angriffe

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Zwei Menschen seien bei einem Luftangriff nahe Tuffah im Norden des Küstengebiets ums Leben gekommen, sagten Rettungskräfte am Donnerstag. Ein weiterer Mensch sei durch israelischen Panzerbeschuss im östlichen Stadtteil Sejtun von Gaza-Stadt getötet worden. Zudem habe es bei Angriffen auf ein Zeltlager für Vertriebene im Westen von Gaza-Stadt sowie auf ein Fahrzeug in Chan Junis im Süden Tote gegeben.

Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Zeitgleich berichtete die US-Beobachtungsstelle ACLED über einen deutlichen Anstieg israelischer Angriffe auf ein Niveau, das seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe im Oktober nicht mehr erreicht worden sei. Im Juni seien mehr als 40 Luft- und Drohnenangriffe auf die radikal-islamische Hamas und andere militante Gruppen registriert worden – der höchste Monatswert seit dem Abkommen. „Da die Opposition in Umfragen vorne liegt, wächst der innenpolitische Druck auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, eine härtere Sicherheitslinie gegenüber der Hamas einzuschlagen“, sagte Nasser Chdur von ACLED mit Blick auf die israelische Parlamentswahl im Oktober.