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Howoge-Chefin: „Die Wohnungsfrage ist keine reine Immobilienfrage mehr“

4. # Howoge-Chefin: „Die Wohnungsfrage ist keine reine Immobilienfrage…

16. Juli 2026

4. # Howoge-Chefin: „Die Wohnungsfrage ist keine reine Immobilienfrage mehr“

Inga Stein-Barthelmes: Bauen muss industriell gedacht werden. Foto: Benjamin Pritzkuleit

Berlin. Inga Stein-Barthelmes führt seit dem 1. April 2026 gemeinsam mit Jörg Kotzenbauer die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Howoge in Berlin. Mit rund 83.000 Wohnungen und knapp 1200 Gewerbeeinheiten gehört das Unternehmen zu den größten Vermietern Deutschlands.

Die Diplom-Volkswirtin verfügt über eine langjährige Erfahrung in der deutschen Bau- und Immobilienbranche, unter anderem beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Bundesarchitektenkammer. Zuletzt beriet sie die öffentliche Hand bei großen Bau- und Stadtentwicklungsprojekten.

Wo sehen Sie aktuell das größte ungenutzte Potenzial in der Immobilienbranche?

Das größte Potenzial liegt im Thema modulares Bauen. Bauen muss industriell gedacht werden. Modulares, serielles Bauen und digitale Planung führen zu standardisierten Prozessen. Diese sparen Kosten, Zeit und auch CO₂. Die Technologien sind vorhanden – was oft fehlt, sind standardisierte Prozesse, einheitliche, verlässliche Rahmenbedingungen und der politische Mut, diese zu vereinheitlichen.

Was war für Sie persönlich der größte Aha-Moment in Bezug auf das Bauwesen?

Nach vielen Jahren in der Branche, die ich in vielen Facetten kenne, steht für mich fest: Die Wohnungsfrage ist längst keine reine Immobilienfrage mehr. Sie entscheidet über Fachkräftegewinnung, soziale Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Wer aktiv Wohnraum schafft oder erhält, gestaltet die Zukunft ganzer Regionen.

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