Wird Robinhoods Memecoin-Casino das nächste Pump.fun?
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Beitragsbild: Shutterstock / KI-Bearbeitung durch die Redaktion \| Auf der Robinhood Chain entwickelt sich Pons zum dominierenden Launchpad für die neue Welle der Memecoin-Spekulation
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Ein neues Memecoin-Casino betritt die Bühne. Pons.fun, zu Hause auf der Robinhood Chain, macht mit Kursgewinnen jenseits von 500 Prozent innerhalb einer Woche auf sich aufmerksam. Das Narrativ ist von Anfang an klar: das nächste Pump.fun auf der derzeit heiß laufenden Layer-2 des Neobrokers. Doch besitzt das Projekt tatsächlich die fundamentale Finesse, um es mit Solanas Token-Schmiede aufzunehmen?
Natürlich ist der Erfolg des Projekts eng an die Marke und Reichweite von Robinhood gebunden. Darüber hinaus gibt es einige Details, die Pons klar von Pump.fun unterscheiden.
Dieses Signal könnte die Krypto-Rallye stoppen
Es mag für eine Memecoin-Schleuder offensichtlich klingen, aber Pons setzt bei seinen Anreizen stärker auf Masse. In V1 gingen 70 Prozent der Handelsgebühren eines Memecoins an dessen Schöpfer, ohne die von Pump.fun bekannte Reifeschwelle über eine Bonding Curve. Heißt: Je mehr Memes man launcht, desto mehr potenzielle Handelsgebühren kassiert man, egal wie lange der Token überlebt. V2 verstärkt den Launchanreiz mit einer eigenen fixen Steuer, die Creator festlegen können.
[](https://www.btc-echo.de/kurs/bitcoin/analyse/?utmsource=advancedads&utmmedium=display-desktop&utmcampaign=ki-kursanalysen)
Pump.fun setzt, ohne jegliche Ironie, stärker auf den Lebenszyklus eines Memecoins. Je größer ein Token wird, desto geringer fällt der Cashflow an seinen Schöpfer aus. Pump.fun stellt damit stärker das eigene Geschäft in den Vordergrund. Bei Pons bleibt der Creator dagegen über den gesamten Lebenszyklus finanziell beteiligt. Für viele scheint das derzeit das reizvollere Modell zu sein.
Unter Analysten macht Pons insbesondere wegen seiner Einnahmen die Runde. Diese fließen in ein Token-Buyback-Programm, das dem Kurs Auftrieb verleiht. An einzelnen Tagen spielte das Protokoll bereits mehr Gebühren ein als Ethereum oder Hyperliquid. Aufs Jahr hochgerechnet landet Pons inzwischen bei einem dreistelligen Millionenbetrag und nur knapp hinter Pump.fun. Der entscheidende Unterschied ist, dass der Markt Pons rund fünfmal niedriger bewertet.
Over the last 24 hours, Pons had the highest fees paid by users of any launchpad onchain - that's from over $500m volume in a day.
[](https://x.com/ponsdotfamily/status/2094611775287066671/photo/1?refsrc=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2094611775287066671%7Ctwgr%5E0f0fd527f369582f6ca4df31c80ea079f8998634%7Ctwcon%5Es1&refurl=https%3A%2F%2Fwww.btc-echo.de%2Fnews%2Frobinhood-casino-pons-fordert-pumfun-heraus-236958%2F)
Für Trader liegt die Rechnung damit auf der Hand. Selbst nach dem jüngsten Kurslauf lässt sich das lukrativste Memecoin-Launchpad der derzeit heißesten Blockchain zu einem Bruchteil der Bewertung des bisherigen Branchenprimus kaufen. Nur wird damit die Frage nach dem Haken umso wichtiger.
Abseits der extremen Volatilität liegt die Antwort nahe. Pons’ Geschäft ist zyklisch und flüchtig. Der Krypto-Markt erlebt derzeit einen neuen Aufschwung, viel Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Robinhood Chain und die Spekulation mit Memecoins läuft wieder heiß. Bis sie es nicht mehr tut.
Ob Pons’ Erfolg anhält, hängt daher maßgeblich davon ab, ob Robinhood seine aktuelle Anziehungskraft bewahren kann. BNB Chain, Base und Solana waren zuvor ebenfalls bevorzugte Schauplätze exotischer Spekulation. Das Kapital blieb jedoch nie lange treu.
So beeindruckend die Einnahmen von Pons erscheinen, sie stehen auf weichem Boden. Das Geschäft profitiert von einer aggressiven Launchpolitik und dem derzeit besten Onchain-Standort.
Der Wettbewerb schläft ebenfalls nicht. Pump.fun kann sein Gebührenmodell anpassen, sollte der Druck steigen. Im Ethereum-Ökosystem könnte Uniswaps pool.trade Pons ebenfalls schnell das Geschäft streitig machen.
Offen bleibt zudem die Vertrauensfrage. Der Gründer ist pseudonym, und bei der schieren Menge an Launches gehören Scams und Rugpulls zum Tagesgeschäft. Ein Casino muss schließlich eine Balance finden. Es will selbst verdienen, muss seinen Kunden aber zumindest eine glaubwürdige Chance auf den Jackpot lassen.
Eine Auswertung von Coin Bureau zeigt immerhin, dass die Profitabilitätsrate ähnlich ausfällt wie bei Pump.fun. Rund ein Drittel der Launchpad-Trader auf der Robinhood Chain liegt im Plus. Mit einem Marktanteil von rund 70 Prozent ist Pons für diese Entwicklung maßgeblich verantwortlich. Noch bringt die Plattform sogar mehr Jackpot-Gewinner hervor. Rund 0,21 Prozent der Trader schaffen einen 10x. Bei Pump.fun sind es 0,05 Prozent.